Vor einigen Wochen hatte der Fall eines Hundes, der in Hongkong "schwach positiv"

 auf das Coronavirus getestet wurde, für Unsicherheit und Bedenken bei Tierhaltern gesorgt. Der Erreger wurde jedoch lediglich an Nase und Schnauze des Tieres gefunden. Laut Friedrich-Loeffler-Institut ist aber nach wie vor unklar, ob es sich um eine aktive Infektion oder eine passive Verunreinigung durch die Virusmengen in der Umgebung handelte. Denn der Besitzer des Hundes war mit dem Coronavirus infiziert. Und auch der Virologe Jonathan Ball von der University of Nottingham betont, dass es bisher keine Nachweise gebe, dass Hunde das Virus übertragen. Dazu müsse sich der Erreger in den Zellen der Tiere vermehren und dann wieder auf den Menschen überspringen. Er teilt die Einschätzung, dass sich der Erreger vermutlich zufällig auf der Schnauze des Hundes befand. Der Hund zeigte im übrigen keine Krankheitssymptome und wurde in einer Quarantänestation weiter untersucht.

Für Hunde und Katzen werden derzeit keine Maßnahmen wie Absonderung oder Quarantäne empfohlen. Eine Trennung von Ihrem Haustier ist also nicht notwendig. "Allerdings kann im Einzelfall und bei Auftreten von Symptomen bei den Tieren eine Beprobung und Testung auf eine SARS-CoV-2-Infektion ratsam sein, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen", heißt es weiter. In diesem Fall müsse sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Der Nachweis beim Tier folgt dem gleichen Testverfahren wie beim Menschen.

ED Beurteilung  Erläuterungen zum ED-Verfahren - GRSK e.V.   Tierarztpraxis für Kleintiere und Pferde
Thomas Frank prakt. Tierarzt